Seit September 2023 wohnt Miriam Erpenbach in einer Wohngemeinschaft des Ambulant betreuten Wohnens (ABW) der Mobilen Hilfe von Körperbehinderte Allgäu und ist hellauf begeistert: „Ich bekomme hier die Hilfe, die ich brauche, und kann ansonsten mein Leben selbstbestimmt und unabhängig gestalten“, erzählt sie. „Deswegen habe ich mich auch sofort auf das freie WG-Zimmer beworben, als ich davon gehört habe.“

Zuvor lebte Miriam Erpenbach in einer eigenen Wohnung und erhielt dort pflegerische Unterstützung durch den Mobilen Dienst. Dieser begleitet sie auch in der Wohngruppe weiterhin bedarfsgerecht bei Pflegesituationen und ist damit die ideale Ergänzung zur Eingliederungshilfe im Ambulant betreuten Wohnen. Das Besondere: Die Klienten bekommen die Zeit, die sie brauchen, um alles, was sie können, selbst zu machen. „Die Hilfen werden nach Rücksprache mit dem Personal an meinen aktuellen Gesundheitszustand angepasst“, so Miriam Erpenbach. „Das ist genau das, was ich brauche, denn Inaktivität ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.“

Fit und in Bewegung hält Miriam Erpenbach auch ihr 7-jähriger Golden Retriever BonniE*. Die Hündin wohnt mit in der Wohngruppe und hat die Herzen der beiden Mitbewohnerinnen und die der anderen Hausbewohner im Sturm erobert. „BonniE hält mich nicht nur aktiv, sondern gibt mir auch jede Menge Sicherheit im Alltag“, berichtet Miriam Erpenbach. So hilft die Hündin beispielsweise, indem sie Gegenstände aufhebt, die ihrer Besitzerin heruntergefallen sind, oder indem sie Miriam Erpenbach beim Aufstehen hilft. „Durch BonniE komme ich auf der Straße immer mit anderen Menschen in Kontakt, sie bietet mir in aufdringlichen Situationen aber auch Schutz“, so Miriam Erpenbach weiter.

Denn zusammen legen die beiden vor allem bei guter Witterung auch längere Strecken mit dem Rollstuhl oder kürzere Wege mit dem Rollator zurück. „Gerade in den Herbst- und Wintermonaten greife ich aber gern auf den Fahrdienst und die Einkaufbegleitung der Mobilen Hilfe zurück“, sagt Miriam Erpenbach. Durch die zentrale Lage ihrer Wohngemeinschaft auf dem Campus Viva von Körperbehinderte Allgäu sind viele Erledigungen aber auch selbständig zu bewältigen. So besucht Miriam Erpenbach beispielsweise regelmäßig das TherapieCentrum Viva für ihre Neuro- und Physiotherapie. Auch mit den inklusiven Freizeitangeboten der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Mobilen Hilfe hat sie schon mehrfach geliebäugelt. „Spätestens, wenn ein Ausflug auf die Insel Mainau auf dem Programm steht, sind Bonnie und ich auf jeden Fall dabei.“

*Da BonniE eine ganz besonderer Hündin ist, schreibt man Ihren Namen auch auf eine besondere Art und Weise: nämlich mit großem „E“.

Lisa Wolff